Über dieses Buch
Was passiert mit einer Frau, wenn das eigene Kind in eine Drogen- und Alkoholsucht abrutscht?
Eine Mutter versucht zu retten, was nicht zu retten ist. Sie hofft, kämpft, hilft, verzeiht, glaubt an Versprechen und steht immer wieder auf. Denn schließlich ist sie eine Mutter. Und welche Frau lässt ihr Kind im Stich?
Doch während sich das Leben des Kindes immer weiter um die Sucht dreht, beginnt auch ihr eigenes Leben, sich nur noch um diese zu drehen. Aus Hilfe wird Co-Abhängigkeit. Schleichend. Unbewusst. Jeden Tag ein bisschen mehr. Unbemerkt.
DER TANZ DER MUTTERLIEBE erzählt zunächst die Geschichte, wie es überhaupt so weit kommen konnte – ehrlich, persönlich und ohne zu beschönigen. Von der eigenen Kindheit, der Ehe, dem Verlust des Mannes und den drei anderen Kindern. Von der Zeit, als das jüngste Kind zum ersten Mal mit Drogen in Kontakt kommt und sie als Mutter alles versucht, um ihr Kind vor der Sucht zu retten – und sich dabei selbst immer mehr verliert.
Bis ein totaler körperlicher Zusammenbruch sie dazu bringt, sich eine andere Frage zu stellen:
Was, wenn nicht ihr Sohn derjenige ist, den sie zuerst retten muss?
Und sie endlich eine Entscheidung trifft, die alles verändern wird.
Mit dieser Erkenntnis beginnt ein anderer Weg. Sie hört auf, nur auf seine Sucht zu schauen, und beginnt, sich mit ihrer eigenen Co-Abhängigkeit auseinanderzusetzen. Mit ihren Ängsten, ihren Mustern, ihren Schuldgefühlen und der Frage, warum Loslassen so viel schwerer ist als Festhalten.
Parallel dazu gibt es noch eine emotionale Abhängigkeit zu einem Mann, den sie kurz nach dem Tod ihres Mannes kennenlernte. Was die Sache nicht unbedingt einfacher macht. So nach dem Motto: Doppelt gemoppelt hilft mehr …
In Teil III beschreibt FRAU A. ihren Weg zurück zu sich selbst. Weg von der Mutter, die sich fast nur noch über ihr Kind und dessen Sucht definiert – hin zu der Frau, die sie auch immer noch war.
Ein Weg zurück zur Liebe für sich selbst. Zur eigenen Stärke. Zu Grenzen, die sie lange nicht setzen konnte. Zu eigenen Wünschen und zu der Erkenntnis, dass auch ihr Leben noch stattfinden darf.
Doch Erkenntnisse allein verändern noch kein Leben.
Deshalb dürfen auch die Werkzeuge nicht fehlen, die sie auf diesem Weg gefunden und selbst genutzt hat.
In Teil IV gibt FRAU A. diese weiter. Nicht als allgemeingültige Anleitung und schon gar nicht als Versprechen, dass es ein einfacher Weg ist. Sondern als Möglichkeiten, die eigene Situation anders zu betrachten, Muster zu erkennen, Grenzen zu setzen und Schritt für Schritt wieder im eigenen Leben anzukommen.
Spoiler: Wir haben nur dieses eine Leben.
Das Buch lädt immer wieder dazu ein, innezuhalten und den Blick auf die eigene Situation zu richten. Fragen zur Selbstreflexion begleiten die Leser und regen dazu an, das eigene Verhalten, die eigenen Muster und Grenzen zu hinterfragen.
Am Ende des Buches stehen außerdem zwei umfangreiche Fragenlisten: eine zum Verhalten eines Kindes, bei dem eine mögliche Suchterkrankung eine Rolle spielt, und eine für Menschen, die mit einem suchtkranken Menschen leben oder ihm nahestehen. Sie sollen helfen, genauer hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen und die eigene Situation ehrlicher einzuordnen.
DER TANZ DER MUTTERLIEBE ist ein Erfahrungsbericht in Romanform über Sucht, emotionale Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit, über Mutterliebe und Selbstverlust – und über den Weg zurück zu sich selbst.
Denn manchmal beginnt die Rettung eines anderen damit, dass man zuerst sich selbst rettet.
Einige Zeit nach dem Schreiben dieses Buches erschienen weitere Bücher, die tiefer auf die darin vorgestellten Werkzeuge eingehen. Alle Bücher sind bei Amazon erhältlich.
Mehr über FRAU A. und ihre Bücher ist auf frauaschreibt.de zu finden.