Die Zukunft ist weiblich
"Aura konnte in der Nacht die Vorräte für das Kind auffüllen. In einer zerstörten Metrostation fand sie einen ungeplünderten Süßigkeitenautomaten, dessen Inhalt für die nächsten Tage reichen wird. Das le-benswichtige Wasser hat sie heute Morgen aus den Auffangbehältern, die auf den Truck angebracht sind, entgiftet und abgekocht. Alles ist für die lange Reise vorbereitet.
Nachdem das Kind erwacht ist, geht es los. Das Vorrankommen ist beschwerlich, da es keine befestigten Straßen mehr gibt. Riesige Roboterskelette, Bombentrichter oder Barrikaden versperren ihnen den Weg. Immer wieder muss Aura bis an die Grenze ihrer Servomotoren gehen, um für den Truck eine Schneise freizuräumen. Das Kind sitzt währenddessen gespannt hinter den trüben Scheiben. Es ist die erste bewusste Reise seines Lebens und alles daran ist großartig. Staunend nimmt es den Anblick der dystopischen Welt mit ihren Trümmern in sich auf."