Raumkreuzer HORUS - die verlorene Kolonie
"Betty rennt gebückt den Gang entlang. Tränen laufen ihr über die Wangen. Wo sind die Anderen? Müssten sie sie nicht schon längst eingeholt haben? Henrik bleibt dicht hinter ihr. Sie kann seine gleichmäßigen Atemzüge hören. Sie ist nicht allein. Daran hält sie sich fest. Ihre Stirnlampe beleuchtet einen kleinen Abschnitt des Ganges vor ihr und sein Licht schwenkt gespenstisch mal nach vorn und mal nach hinten. Sie laufen und laufen. Jegliches Zeitgefühl hat Betty schon längst verloren. Irgendwann beginnt der Gang vor ihr abschüssig zu werden, führt immer weiter nach unten, immer weiter in die Tiefe des Labyrinths hinein. Waren sie so hergekommen? Sie kann sich nicht mehr erinnern und ihr kommen erste Zweifel. Wo ist der Ausgang? Suchend schaut sie zurück. Sind sie am Ausgang vorbeigelaufen? Nur ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit genügt, um die Öffnung am Boden in der Dunkelheit zu übersehen. Plötzlich verliert sie den Halt, fällt nach unten, fällt und fällt, orientierungslos. Was ist oben, was unten? Als ihr Fall endet und sie hart aufkommt, irgendwo, bleibt ihr die Luft weg und alles um sie herum verschwimmt. Finsternis umgibt sie, Henriks Rufe bleiben ungehört."