Chimärenstadt
ZAC
Er war kein Ungeheuer.
Menschen hatten schon immer getötet, um zu überleben. Um sich zu ernähren oder zu verteidigen.
Töten machte ihm keinen Spaß, es gehörte nun mal zum Job und er tat es nur, wenn es notwendig war. Nur, wenn das Gesetz es vorschrieb, wenn eine Gefahr für die Menschen beseitigt werden musste.
Und wenn er dazu gezwungen war, machte er es schnell und schmerzlos. Eine Kugel in den Kopf, eine Klinge ins Herz.
Ein Genickbruch war ebenfalls effektiv und beinahe lautlos. Wenn man den Kopf mit einem kräftigen Ruck zur Seite drehte, war es vorbei, bevor das Opfer begriff, was passierte.
Man konnte auf schlimmere Art sterben. Viel Schlimmere. Immerhin quälte er seine Beute nicht, nur, weil er es konnte. Ihm war bewusst, dass sie Lebewesen jagten, keine Monster. Er hielt die Vorschriften ein und sorgte dafür, dass sein Team es ebenfalls tat.
Und niemals tötete er aus Wut, Angst oder zum Spaß – Emotionen waren in diesem Job fehl am Platz. Verlor er die Kontrolle, wurde er wirklich zum Ungeheuer.