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Lilith Raven

Blossom Lake (Band2)

>>you want me to forget you? okay forget me, too. you tell me you hate me, baby. yeah, I bet you do.<<

[...]

Er nickte langsam, Tränen glitzerten in seinen Augen. “Ich weiß.”
“Ich liebe ihn, Dante. Ich.. wir.. wir werden heiraten.”
Diese Worte waren wie ein Schlag ins Gesicht. Alles was Dante sich jemals erhofft hatte, jeder kleine Strohhalm nach dem er immer gegriffen hatte, löste sich in diesem Moment in Luft aus. Es war alles nur noch eine Illusion. Eine Illusion die er sich selber aufgebaut hatte, aber schon lange nicht mehr vorhanden war.
Ohne darauf etwas zu entgegen drehte Dante sich um, schritt Richtung Tür.
Doch bevor er diese erreichte, hielt er inne. Seine Hand zitterte, als sie auf der Türklinke lag. Langsam drehte er sich um, sein Blick voller Schmerz und aufkommender Wut. Es war, als hätte jemand einen Schalter bei dem Blonden umgelegt.
“Was willst du eigentlich, Jenna? Von mir? Was verlangst du? Willst du das ich gehe? Das ich bleibe? Sag es mir!”
Jenna stand regungslos da, ihre Arme noch immer verschränkt, der Schmerz in ihren Augen von Zorn verdrängt.
“Ich will, dass du ehrlich bist! Hör auf, alles zu verdrehen. Hör auf so zu tun, als wärst du der Einzige, der verletzt wurde!”
Dante lachte trocken, seine Augen funkelten nun nur so vor aufgestauter Wut.
“Verletzt? Jenna, ich habe dir alles gegeben. Alles, was ich hatte! Alles was ich getan habe, habe ich aus Liebe zu dir getan! Alles! Und was habe ich dafür bekommen? Du bist zu Raúl zurück gerannt, als er dich am meisten verletzt hat!”
“Hörst du mir überhaupt zu? Du hast mir nicht mal die Chance gegeben, irgendwas zu wählen! Du bist abgehauen, Dante. DU HAST DICH ENTSCHIEDEN! NICHT ICH!” Ihre Stimme überschlug sich fast vor Emotionen.
“WEIL ICH WUSSTE WIE ES AUSGEHT!”, brüllte Dante zurück. “ES WAR IMMER RAÚL! IMMER DER PERFEKTE RAÚL, DER ALLES RICHTIG MACHT, WÄHREND ICH DER IDIOT BIN, DER ALLES RUINIERT!”
“JA! WEIL DU ES IMMER SO MACHST!”, warf Jenna ihm entgegen. “DU BIST DER JENIGE, DER ALLES IN DIE LUFT JAGT, DANTE! DU BIST UNZUVERLÄSSIG, IMPULSIV UND DU LÄSST ALLE UM DICH HERUM LEIDEN!”
Dantes Gesicht verzog sich vor Zorn und Schmerz. “DU HAST KEINE AHNUNG WIE ES IST IN MEINEM KOPF ZU LEBEN JENNA! KEINE VERDAMMTE AHNUNG!”
“WEIL DU ES NICHT ZULÄSST!” Jenna trat einen Schritt auf ihn zu, ihre Hände zu Fäusten geballt. “DU HAST DICH IMMER HINTER DEINER MUSIK, DEINEM SELBSTMITLEID UND DEINEN DROGEN VERSTECKT! ABER WEIßT DU WAS? DAS IST NICHT MEIN PROBLEM! NICHT MEHR!”
Die Worte trafen Dante erneut wie ein Schlag. Er biss die Zähne zusammen, Tränen der Wut und Verzweiflung stiegen ihm in die Augen.
“Vielleicht... vielleicht sollten wir einfach aufhören, Jenna. Vielleicht sollten wir alles hinter uns lassen. Ich... ich kann das nicht mehr.”
“ENDLICH SAGST DU MAL VERNÜNFTIGES!”, fauchte Jenna, ihre Stimme bebte vor Zorn. “VIELLEICHT SOLLTEN WIR WIRKLICH ALLES HINTER UNS LASSEN! VIELLEICHT HÄTTEN WIR DAS SCHON VOR JAHREN TUN SOLLEN!”

Ein Moment der Stille folgte, in dem beide schwer atmeten, ihre Emotionen außer Kontrolle.
Dann, plötzlich, brach Dante. “WEIßT DU WAS? DU BIST GENAUSO WIE DEIN VATER! EINE RICHTIGE DIXON! ICH HASSE DICH, JENNA!” Seine Stimme war laut, voller Schmerz und Wut und Hass. “Ich hasse, wie viel du mir bedeutest, obwohl ich weiß, dass ich dir egal bin!“
Jenna stand da, wie erstarrt. Seine Worte schnitten tief und für einen Moment wusste sie nicht, ob sie weinen oder schreien sollte. Schließlich biss sie die Zähne zusammen und zischte: „Gut. Schön das du endlich mal sagst, was du wirklich von mir hältst. Weißt du was? Ich hasse dich auch. Und ich bin froh, dass du hier in L.A. bist! Weit weg von uns!”
Dante schluckte schwer, seine Hände zitterten, als er einen Schritt zurücktrat. “Dann war es das wohl. Kein wir mehr. Kein uns. Nichts.”
Jenna nickte, ihre Stimme eiskalt, obwohl Tränen in ihren Augen brannten. “Das war es wohl.”
Der Blonde drehte sich um, öffnete die Tür und verließ das Apartment, ohne sich noch einmal umzusehen. Jenna stand allein im Raum, die Stille erdrückend, ihre Hände zitterten vor unterdrückten Emotionen. Als die Tür ins Schloss fiel, sank sie auf die Couch, schlug die Hände vors Gesicht und ließ die Tränen endlich zu.
[...]