Blossom Lake (Band4)
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Vince, Nick und Steven hatten es endlich geschafft, Dante ins Auto zu verfrachten. Es war nicht leicht gewesen – Dante hatte darauf bestanden, selbst zu fahren, war außer Kontrolle gewesen, hatte wild um sich geschlagen und geschrien. Doch schließlich saß er hinten links, Nick dicht neben ihm. Steven hatte den Fahrersitz übernommen, während Vince vorne rechts Platz genommen hatte.
Sie fuhren schweigend über den Sunset Boulevard, vorbei an grellen Lichtern und verschwommenen Schatten. Die Stadt raste an ihnen vorbei, als würde sie sie auslachen.
Dante starrte gedankenverloren aus dem Fenster, seine Stimme kaum mehr als ein verzweifeltes Murmeln.
“Ich hab Jenna verloren. Ich hab alles zerstört.“
“Das stimmt nicht, Bro“, versuchte Nick beruhigend einzulenken.
“Wir kriegen das wieder hin, ich verspreche dir das.“
Doch Dante schüttelte nur traurig den Kopf, griff in seine Jackentasche und zündete sich erneut einen Joint an. Nick griff sofort nach seiner Hand und nahm ihm den Joint ab.
“Schluss damit, Dante. Es reicht für heute.“
Der Blonde sah ihn wütend an, seine Augen glühten vor Selbsthass und Zorn.
“Wer bist du, dass du mir irgendwas vorschreiben kannst, Nick? Ihr habt doch alle keine Ahnung, wie ich mich fühle! Ihr wart nicht dabei, als Jenna mir sagte, ich sei wie Raúl.“
“Das meinte sie nicht so!“, warf Vince von vorne ein.
Doch Dante ließ sich nicht beruhigen. Seine Stimme wurde lauter, aggressiver.
“Ihr habt doch keine Ahnung! Ihr habt nie jemanden so verletzt wie ich! Ich habe meine Familie verloren, meine Tochter! Alles, was mir je etwas bedeutet hat!“
“Verdammt, Dante!“, rief Steven vom Fahrersitz aus.
“Jetzt hör endlich auf! Hör auf in diesem verdammten Selbstmitleid zu baden!”
Doch der Sänger hörte nicht zu, sein Schmerz wurde zu Wut, seine Wut zu lautem Geschrei.
“ICH HÄTTE MIR DAMALS DIESE VERFICKTE KUGEL IN DEN SCHÄDEL JAGEN SOLLEN!”
“DANTE HALT ENDLICH DEIN VERDAMMTES MAUL!“, schrie Nick nun ebenso wütend.
“ES REICHT!”, brüllte nun auch Steven.
“WAS WOLLT IHR EIGENTLICH VON MIR, HU? SPIELT MORALAPOSTEL, ABER ETWAS DAGEGEN GETAN HABT IHR AUCH NIE!”
“FUCK YOU, BRO! ES REICHT JETZT!”
“FUCK YOU, STEVEN!”
Steven blickte nur einen Moment nach hinten, versuchte die Lage irgendwie unter Kontrolle zu bringen – doch genau in dieser Sekunde passierte es:
Vor ihnen tauchten plötzlich grelle Scheinwerfer auf. Steven reagierte viel zu spät.
Bremsen quietschten laut, der SUV geriet ins Schleudern, alles drehte sich, Lichter verschwammen, Schreie hallten durch das Auto—
Und dann, mit einem ohrenbetäubenden Knall, prallte der Wagen gegen ein entgegenkommendes Fahrzeug.
Metall zerbarst, Glas splitterte, und dann – schlagartig – war alles schwarz.
Stille.
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