Black Bloom
Willkommen zum Survival-Guide für fremde Welten. Dies ist ein im Aufbau befindliches Werk. Zurückliegende Expeditionen zum Mars, zur Europa und darüber hinaus haben bei der Entstehung dieses Buches geholfen. Da jede Welt dieses unendlichen Weltraums jedoch so einzigartig ist wie Menschen selbst, können die einzelnen Punkte mal mehr, mal weniger in Überlebenssituationen auf fremden Planeten helfen.
Mit diesem Vorwort kommen wir zum ersten, universellen Punkt des Überlebens.
Ruhe bewahren!
Atmen.
Wenn du diesen Satz liest, tust du es vermutlich noch. Gut. Dann ist der erste Schritt schon getan. Panik ist dein größter Feind. Ruhe ist keine Schwäche. Sie ist die einzige Konstante, die dir auf einem feindlich gesinnten Planeten bleibt. Ruhe bewahren heißt nicht, nichts zu fühlen. Es heißt, trotz allem zu handeln. Manchmal genügt ein einziger klarer Kopf, um ein ganzes Team am Leben zu halten. Und wenn das nicht klappt, reicht er vielleicht, um sich selbst zu retten.
Denn manchmal bedeutet überleben einfach nur:
Nicht ausrasten!
Atmen.
Was schwierig klingt, ist mit ein wenig Übung leichter als gedacht.
Entspannungstechniken, Yoga, Tai-Chi – sie alle trainieren das Atmen. Das Überleben in fremden Welten kann von Beginn an chaotisch, bedrohlich oder psychisch aufreibend sein. Die Konzentration auf eine der in diesem Buch beschriebenen Entspannungstechniken reicht schon aus, um die Wahrscheinlichkeit um 17 % zu erhöhen, nicht innerhalb von sieben Tagen zu sterben.
Die Urheber dieses Werkes empfehlen den »Weg des Drachen«, eine Tai-Chi-Bewegungssequenz, basierend auf ruhigen, kräftigenden Übungen, die sowohl das richtige Atmen ermöglichen als auch eine beruhigende Wirkung auf die mentalen Fähigkeiten des Überlebenden haben. Um das langfristige Überleben, geistig wie physisch, zu gewährleisten, wird eine tägliche Routine von dreißig Minuten empfohlen.
Atmen.
Noch einmal. Ruhig und bewusst.
Denn egal, wie fremd die Welt um dich herum ist, dein Atem bleibt der Anker, der dich hält. Er verbindet dich mit dir selbst, gibt dir Kraft und Klarheit. Wenn du lernst, deinen Atem zu lenken, hast du ein Werkzeug gegen Angst, Schmerz und Zweifel. Atme tief ein, lass die Luft langsam entweichen und finde so einen Moment der Ruhe inmitten des Chaos.