← Zurück zum Buch
Rivkah Charnelat

Master and Servant

Prolog

»Du bleibst da drin, Darling«, schnurrte die Stimme, die sich wie Messerstiche in ihr Gehirn bohrte, »schön eng, so dass du dich nicht bewegen kannst. Jetzt schließe ich den Deckel und wenn du Glück hast, hole ich dich in ein paar Stunden raus. Wenn du Pech hast ...« Er sprach nicht weiter, sondern ließ ihr Kopfkino den Rest seines perfiden Spiels erledigen und lachte nur gehässig.
Dakota konnte kaum atmen und erdrückende Panik schoss ihr durch den Blutkreislauf. Sie sah diesem Etwas in die Augen, wie er sein sadistisches Spiel, ihre Angst, die Macht über sie genoss. Er allein entschied über ihr Leben oder ihren Tod und nichts davon konnte sie frei wählen. Alles lag in seiner Hand.
Der Klebestreifen über ihrem Mund hinderte sie daran, zu schreien. Sie lag in einer engen Kiste, kaum größer als ein Sarg. Um sie herum war es dunkel. Nur vereinzelte Lichtpunkte durch Fackeln an den Wänden erhellten punktuell einige Bereiche und warfen dunkle Schatten.
Der Deckel schloss sich über ihr und mit ihm verschwanden die Augen, die sie bis zu ihrem letzten Atemzug nie vergessen würde. Ein weiterer Schub Adrenalin schoss durch ihren Körper. Doch sie konnte es nicht nutzen. Die Fesseln hinderten sie an jeder Bewegung. Sie war seine Gefangene. Nur er wusste, wo sie war. Nur er entschied, ob sie jemals wieder das Tageslicht erblicken oder hier ihr Leben aushauchen würde ...