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S.Sagenroth

A. S. Tory und der letzte Sommer am Meer

Prolog

„Das Meer er­fasste sie – eis­kalt, schnell, er­bar­mungs­los – riss sie fort, zog sie hi­nunter. Sie suchte Halt, spürte den Sand, stieß sich ab, um an Land zu schwim­men. Eine wei­tere Welle, die nach ihr griff, mit Ge­walt über ihr zu­sammen­schlug. Sie setzte an zu schrei­en. Doch ihr Rufen wurde vom Tosen des Was­sers er­stickt, ver­schluckt von der nächs­ten Woge, die sie mit Wucht traf und noch tiefer hinab­zerrte. Grüne und weiße Stru­del, grau­sam und faszi­nierend zu­gleich. Tau­sende Wasser­blasen, die wild herum­wir­belten. Mit aller Kraft ver­suchte sie sich dem rei­ßenden Nass zu ent­ziehen und sich vom bren­nenden Salz­wasser aus ihren Lungen zu be­freien. Sekun­den der Hoff­nung, die auf­blitz­ten, doch mit der nächs­ten Welle weg­ge­spült wurden. Es gab noch so viel – ich muss – das darf nicht sein – keine Luft mehr – den un­gläu­bigen Blick nach oben ge­rich­tet – ich kann – nicht mehr – atmen – alles – dunkel – schwarz. Vorbei.“