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S.Sagenroth

Monsieur Lucile und die Suche nach dem Glück

Anfang

Ein aufgeregtes Maunzen weckte sie. Luisa gähnte,
warf die Bettdecke zurück, angelte mit geschlos-
senen Augen nach ihren Hausschuhen und trat
im nächsten Moment in etwas Warmes, Weiches, Pelzi-
ges. Sie zuckte zurück und stieß sich den Kopf an der
Bettkante. In ihrem Pantoffel steckte Kater Chomskys
Neujahrsgeschenk: ein toter Siebenschläfer. Neun Uhr.
Der Radiowecker gab ein leises Klickgeräusch von sich
und spielte dann These Boots.
So fing also dieses Jahr an. Und es bleibt die Frage, ob
es nicht klüger gewesen wäre, den Jahresbeginn zu ver-
schlafen. Aber vielleicht hätte dann Luisa die besten und
verrücktesten Tage ihres Lebens verpasst?
Nachdem an diesem ersten Januarmorgen das arme, aus
dem Winterschlaf gerissene Nagetier würdig in einem
Katzenfutterkarton hinter dem Haus vergraben war, gab
Luisa dem stolzen Chomsky die verdiente Belohnung für
die morgendliche Überraschung. Danach legte sie sich
erschöpft wieder ins Bett. Denn sie hatte in der Silvester-
nacht kaum ein Auge zugetan. Daher war es nicht weiter
verwunderlich, dass sie bald darauf wieder einschlief.