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Ralph Peter

Falsches Spiel

Aus Kapitel 3

Tom fuhr nach Hause. Nellie war überrascht, hatte er doch angedeutet, dass es heute später werden könn-te. Sie schlug vor, etwas essen zu gehen. Er hatte kei-nen Hunger. „Was ist los mit Dir“, wollte sie wissen. „Mir ist nicht gut, Nellie. Es läuft gerade nicht rund in der Firma“, klagte er.
Nellie holte beiden ein Glas Wein und setzte sich zu ihm. „Trink einen Schluck, das wird Dir guttun.“ Tom trank das Glas mit einem Zug leer und lehnte sich zurück. Nellie kuschelte sich an ihn und freute sich, ihn unerwartet bei sich zu haben. Etwas roch seltsam. Sein Hemd, genauer gesagt, der Hemdsärmel seines rechten Armes, in den sie sich gerade hinein-schmiegte. Dieser Ärmel roch nach Parfum. Aber nicht nach ihrem.
Nellie sprang auf. „Wessen Parfum ist das?“ „Was meinst Du, Nellie,“ Tom wusste nicht so recht, wo-rauf sie anspielte. „Tom“, erwiderte sie sehr aufge-bracht, „verkauf mich nicht für blöd. Dein rechter Arm stinkt nach einem Duft, den ich nicht kenne.“ Er roch selbst. Leyla hatte ganze Arbeit geleistet. „Ach so, ja, ich habe einer Kollegin meinen Arm um Ihre Schulter gelegt, um sie zu trösten“, gab er zu. „Was ist denn da bei euch los, bist Du jetzt auch noch der Mädchentröster?“ Nellie war außer sich.
„Es tut mir leid, Nellie“, Tom schüttete noch ein Glas Rotwein in sich hinein. Dann wurde ihm übel. Er schaffte es noch bis zur Toilette und übergab sich. Danach kroch er ins Bett und träumte schlecht.