Zauber
Zeremonien
Sei die Sonne in deinem Leben!
Eine Handlung mit klarer Motivation hat immense Wirkung. Es erzeugt Anziehungskraft über eine bestimmte Art von Wissen, die sofort Energie ins Fließen bringt. Wirst du zum Auge im Sturm, wird sich alles neu anordnen. Ich nehme dich dazu in eine Imagination mit.
Du zündest dir einen wohlriechenden Zopf aus Mariengras, räucherst dich selbst, das Umfeld und andere. Der Duft regt den Atem an. Du atmest befreit durch und ziehst dich von den Gedanken des Alltags zurück. Dein Mind verlangsamt sich und richtet sich auf etwas Größeres aus. Aus der Stille, die sich zwischen Einatmen und Ausatmen ausdehnt, blickst du aktiv in die vier Himmelsrichtungen, um in einen Zustand der Balance zu kommen, vielleicht, um für Menschen in Not zu beten, oder für die Erde oder Segen. Schon bist du in Zeremonie und erneuerst dich.
Eine Zeremonie ist eine beabsichtigte Handlung der Verbundenheit.
Man nähert sich, wie in einem Tanz, über Erlebnisse des eingebettet seins an etwas bisher Unentdecktes an. Dafür stehen verschiedene Arenen bereit. Nutze sie, um in die Selbstbestimmung eines geklärten Geistes zu kommen. Der Fokus auf das Erlebnis unterscheidet die Zeremonie vom Ritual, bei dem eine Einprägung strukturierter Abläufe im Vordergrund steht. Man begibt sich in einen selbst gestalteten Erfahrungs- und Erkenntnisraum und öffnet sich zum Größeren. Mit der Zuwendung, zu dem, wo wir uns geleitet fühlen, entwickelt sich Intuition. Das lineare Denken wird zunehmend durch ganzheitliche Fähigkeiten und Entdeckerfreude abgerundet. Eine zeremonielle Absicht ist vergleichbar mit einer Widmung und erfordert, eine Überprüfung von Bereitschaft und Motivation. Der Ausdruck von Dankbarkeit und Anerkennung für alle Verbindungen, die das Leben selbst bereitstellt, bildet das Fundament, auf dem sie sich entfalten kann. Um den Unterschied zwischen Zeremonie und Ritual zu illustrieren, nimm folgendes Gedankenbeispiel: Du hast einen alten Baum im Garten. Jeden Tag, bevor du zur Arbeit fährst, legst du eine Hand auf den Stamm, um dich auf den Tag einzustimmen. Das ist ein Ritual. Wenn du eines Tages deine Hand auflegst, um über den Kontakt zum Baum etwas über dich zu lernen, wenn du eintauchst in die tiefe Verbundenheit und dich bedankst, dann war das eine Zeremonie. In diesem Beispiel ist das Spüren des Baumes das Erlebnis, und die Selbsterkenntnis ist die zeremonielle Absicht. Durch die Absicht, etwas vom Baum zu lernen, öffnet sich deine Aufmerksamkeit für das Wahrnehmbare, für eine innere Zuwendung zum Baum, für ein Hinhören in die Klänge, die den Raum um den Baum füllen, für den Austausch, für das Annehmen der Naturphänomene und die Ruhe, die aus dem, nichts verändern wollen, kommt. Deine tiefe Verbundenheit zum Baum erlaubt dir alles über ihn zu lernen. Ohne diese Praxis würden wir uns in der Dimension von Gedanken und Emotionen bewegen, und zwar Wissenswertes herausfinden, jedoch nicht ganzheitlich lernen, oder wissen.
Die persönlichen Erkenntnisse sind die Früchte der Absicht.
Geh im eigenem Rhythmus, in deiner Geschwindigkeit und mit dem Fokus, einer Person, der klar ist, aus welchem Holz sie geschnitzt ist und worum es hier geht, in eine Zeremonie. Dynamisches Gestalten, ein spielerischer Mind und die Hingabe machen den Zauber der Handlung aus. Damit eine Abfolge mit elementaren Wirkkräften entsteht, ist es vorteilhaft, zuerst gewisse Gestaltungselemente ritualisiert ins Bewusstsein zu bringen. Danach agiere ohne Anhaftung damit, genauso wie ein Spitzensportler in Aktion. Diese Elemente legen eine energetische Matrix an, in der es leichter fällt, sich frei von Alltagsgewohnheiten zu bewegen. Üblicherweise werden Gebete und Lieder an den Anfang gestellt und ein Dank für alle Bereicherungen an den Schluss. Die fixen Elemente einer Zeremonie unterstützen immer die Absicht. Sie sind Teile einer Alchemie, die für eine Metamorphose, oder eine Einsicht, wie ein gezielter Pfeil aufgebaut sind, über den sich Wesentliches herauskristallisiert.
Dein wichtigster Erfolgsindikator ist, die Intuition sprechen zu lassen.
Wenn du spontanen Einsichten folgst, wächst du an Erfahrung. Wenn du dich an alles Erlernte hältst, ohne zu erkennen, dass das nur Sinn macht, wenn du damit eine Meisterschaft erlangst, bleibst du im Ritualisieren hängen. Folge immer einer inwendigen Aufmerksamkeit, die in dein Herz hört! Denk dir, du bist eine Schiffsführerin. Die Navigation mit den zeremoniellen Elementen hilft dir, mit dem Boot und dem Segel ökonomisch umzugehen. Die Intuition hilft dir, mit deiner Absicht auf Kurs zu bleiben. Der ultimativ richtige Kurs bleibt dabei immer deiner Kompassnadel im Herzen zu folgen, deren Wahrheit sich nicht leugnen lässt!
Eine grundlegende Alchemie besteht aus den Elementen Wasser, Erde, Feuer, Luft und Leere. Du setzt sie für einen Akt der Balance ein.
Diese Basisalchemie legt eine Gliederung an, die Wirkung im Rahmen universeller Gesetzmäßigkeiten erzeugt, Ausrichtung ermöglicht und Kraft gibt. Eingebundensein in die Schöpfung, Erkenntnis, der Glaube an Fähigkeiten, eine harmonische Ordnung, das Leben selbst, die selbstregulierende Kraft der Natur, Menschlichkeit und andere Bewusstseins Felder stellen eine persönliche Absicht in einen angemessenen geistigen Rahmen. Die Inhalte einer Zeremonie sind an sich frei gestaltbar. Du kannst sie als eine Art mehrdimensionale Sprache verstehen.
Zeremonialistinnen entscheiden selbst, welche Bedeutungen einzelne Elemente bekommen und welche Geheimnisse gelüftet werden. Welche Stimmungen, Eindrücke, Wahrnehmungen und Konzentration Teil der Handlung sind, ist eine Entscheidung. Im besten Fall gehst du deinem Wesen entsprechend ökonomisch vor. Wenn zum Beispiel eine gewisse Theatralik, oder Dynamik hilft, um dich in den richtigen Zustand zu versetzen, dann ist das ein legitimer Weg dein Wollen über Spielformen zu finden. Bist du eher mit Klarheit und einem nüchternen Blick in Kontakt zu dir, richte deinen Geist mit geometrischen Anordnungen und Lichtphänomenen aus, um direkt eine geistige Ordnung zu erkennen.
Die Kunst liegt darin, mit minimalen Mitteln, die beste Wirkung zu erzielen.
Es geht darum, in der eigenen Zeit, mit Fokus und dem Wissen, aus welchem Holz man geschnitzt ist zu agieren! Beachte, dass die zeremonielle Haltung von essenzieller Bedeutung für die Wirkung ist. Verwechsle nicht Selbstsabotage, Faulheit und innere Konflikte mit Selbstliebe. Manchmal ist eine Vorliebe, nicht unbedingt das, was eine Zeremonie wertvoll macht. Eine erfolgreiche Haltung umfasst ein gutes Selbstkonzept, Neugier und Mitgefühl. Es mag sein, dass man abends gerne auf dem Sofa liegt, aber das bedeutet nicht, dass es ein geeigneter Ort für eine Zeremonie ist. Ein geeigneter Ort ist einer, der dir Kraft gibt und die Möglichkeit dich zu erweitern. Es sollte schon um etwas gehen, etwas, wofür sich das Ausstrecken lohnt!
Es gibt so viele Zeremonien, wie es Absichten gibt, den Geist zu erheben.
Gehe pragmatisch vor und schaffe damit einen Boden für Entscheidungen. Das ist der Schlüssel für Veränderung. Sie speist sich aus dem Wissen und der Kraft, die du dafür freimachst. Die Zeremonie ist der Raum, in dem du das Wollen hervorbringst, deine Wahl mit gesammelter Kraft umzusetzen! In einer Zeremonie ist die Natur als Lehrerin zu verstehen.
Beispiele sind, persönliche Zeremonien, Baumzeremonien, Übergangszeremonien, Reinigungszeremonien, wie Schwitzhütten, Visionssuchen, Zeremonial-Pfeifen, Heilungszeremonien, beabsichtigtes Träumen, zeremonielle Tänze, Seelenreisen, Zeremonien für die Erde und Heilungsabsichten in verschiedenen Settings.
Wer die Natur respektiert, lebt einen Schönheitsweg.
Von ihr lassen wir uns berühren, auf ihre Naturphänomene antworten wir mit Zuwendung und unsere Spuren sind Ausdruck von Respekt. Ein konkretes Beispiel dafür ist die Schwitzhütte in der Natur. Sie wird aus Hasel, oder Weide so gebaut, dass sie eine offene Kuppel bildet, die wie die Bäume mit Wind und Licht lebt, in der die Tiere sich aufhalten. Sie steht offen und durchlässig in der Natur. Erst wenn Menschen kommen, um zu schwitzen, wird der Raum physisch und energetisch in Anspruch genommen, indem die Schwitzhütte abgedeckt und Steine im Feuer erhitzt werden. Danach geht sie wieder über in ein reines Kuppelgerüst aus biegsamen Ästen. Der Lebensraum, den wir mit allen fühlenden Wesen teilen, erhält so einen würdevollen Platz.
Die Praxisanweisungen im Buch sind so gestaltet, dass eine balancierte Basisalchemie gegeben ist, um die persönliche Absicht bestmöglich zu verankern.
Was sind minimale Elemente einer Zeremonie?
Jede Zeremonie folgt einer wohldefinierten Absicht. Im besten Fall bringt sie Erweiterung und ist reif, gelebt zu werden. Nimm dir Zeit sie passend zu formulieren! Sie legt die Schiene für alles Weitere und ordnet Wirkkraft für dich an.
Bereichernde Qualitäten einladen, erspüren und anwenden.
Für andere bitten. Damit üben wir, das Ego etwas ziehen zu lassen. So gelingt es leichter, hinter eingefleischte Glaubensmuster, zu sehen.
Ein klar gesetzter Anfang und ein definiertes Ende helfen einen neuen Zyklus einzuläuten, zu erfüllen und stilvoll zu beenden.
Achte auf das physische, symbolische, oder visualisierte Vorhandensein einer ausgeglichenen Basisalchemie aus Feuer, Wasser, Erde, Luft und Leere. Kommuniziere mit den Elementen und bring sie in Balance!
Sammle die neue Sicht, ein, die dir das Setting ermöglicht. Fühle es, das ist pure Kraft, dann tu es! Die Tat gehört zur Entscheidung.
Der Dank für Erfahrungen, Erkenntnisse und Erlebnisse kommt immer am Schluss. Er ist der perfekte Ausdruck eines erlangten Bewusstseins.
Lebe mit Bestimmung und Hingabe, angesichts der ultimativen Wahrheit, dass die erfahrbare Zeit auf Erden begrenzt ist!
Anleitungen für Zeremonien erwarten dich in „Liebe deine Praxis!“.