Die dunkle Seite der Erde
Um das Jahr 4 v.u.Z. – Die dreizehnjährige Maryam (Kamala Mackenzie Freeman) ist hin- und hergerissen. Was zwei Jahrtausende später eine typische Teenagerschwangerschaft mit Talkshowpotential wäre, ist hier, da sie mit dem drei Jahre älteren Yosef (Drogo Momoa) zwar verlobt, jedoch noch nicht verheiratet ist, ein Ding der Unmöglichkeit – einerseits. Andererseits ist nicht Yosef der biologische Vater des Kinds.
Eines Abends beobachtete Maryam eine mehr als ungewöhnliche Sternschnuppe, die sich als landendes Interstellarschiff entpuppte. Neugierig begab sie sich zum Landeplatz, wo sie an Bord gebracht wurde. Die tintenfischelefantenartigen Außerirdischen verwendeten zur Kommunikation mit ihr ein Hologramm mit menschlichem Äußeren, um sie nicht durch ihren fremdartigen Anblick zu verschrecken, was misslang, da durch einen Defekt das Hologramm nicht nur über dem Boden schwebte, sondern von massiven Interferenzen umgeben war.
Wie sich zeigt, landeten die Außerirdischen nicht zufällig nahe einer Großstadt – Nazareth zählt immerhin beinahe fünfhundert Einwohner. Als Maryams Panik durch die beruhigenden Worte des Hologramms schließlich allmählich nachließ – das beinahe hypnotisch gesprochene »Fürchte dich nicht!« zeigte Wirkung –, wurde sie nach einer medizinischen Untersuchung unter Anästhesie künstlich befruchtet, indem ihr eine Eizelle entnommen und nach Ersetzen des Kerns reimplantiert wurde.