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Kerstin Stefanie Rothenbächer

Die Insel Katara

Nur ein Rätsel?

Anmutig wie eine Fee gleitet sie durch die Luft. Der Nebel, der sie umgibt, ist hellblau und bahnt sich den Weg entlang des Flusses Diatisia. Das dicke Buch, das sie in der linken Hand hält, ist kalt geworden und die Seite ist leer.

Magissa hat ihre Hütte fast erreicht.

‚Heute war es ein Südlinger‘, stellt die Hexe fest.

Sie wendet sich um zu dem Mann, der hinter ihr hergeht. Alle Farbe ist ihm aus dem Gesicht gewichen, seine Augen sind leer und wenn seine stämmigen Beine nicht dem Weg folgen würden, könnte man glauben, er sei erstarrt. Die Arme sind mit Seidenfäden an den Körper gefesselt und Magissa hält das Ende des Seils locker in ihrer rechten Hand.

Sie weiß, dass ihr Opfer nicht fliehen wird. Das tun sie nie. Wenn sie merken, dass das Rätsel zu schwer für sie ist, zetern sie häufig und betteln um Gnade.