Clara Zetkin 1857-1933
Das Frauenwahlrecht, die freie Berufswahl und spezielle Arbeitsschutzgesetze für Frauen bildeten die Grundlage der Frauenemanzipationstheorie der SPD. Auf internationaler Ebene gehörte Clara Zetkin zu den Gründern der Zweiten Internationale der sozialistischen Arbeiterbewegung.
Als Redakteurin und Publizistin in Stuttgart finanzierte die allein erziehende Mutter von zwei Söhnen ihren Lebensunterhalt und nahm mit der sozialdemokratischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit” Einfluss auf ihre Leserinnen.
Clara Zetkin war ab 1899 mit dem 18 Jahre jüngeren Kunstmaler Georg Zundel verheiratet. Ihr gemeinsames Haus in Sillenbuch bei Stuttgart – von Lenin scherzhaft als „Datsche Zundel“ bezeichnet – entwickelte sich zu einem wichtigen, weltoffenen Treffpunkt der internationalen sozialistischen Elite. Die Beziehung endete im Jahr 1928 mit der Scheidung nach langjähriger Trennung.
Sie engagierte sich aktiv gegen Kriegshetzer und wurde deshalb bespitzelt. Aufgrund ihrer antimilitaristischen Haltung wurde sie verhaftet, wegen Hoch- und Landesverrats angeklagt, inhaftiert und zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Zetkin setzte sich für den deutschen sowie den internationalen Frauentag ein. Letzterer ist seit 2019 ein arbeitsfreier Feiertag am 8. März in Berlin.