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I. Lindmeier-Jasch

Matthias Erzberger 1875-1921

Abgeordneter der Zentrumspartei, Wandlung vom Saulus zum Paulus, Waffenstillstandsvertrag von Compiègne

Erzberger wurde 1903 als Abgeordneter der Zentrumspartei aus Württemberg in den Reichstag gewählt. Dort erlangte er vor allem als Kritiker der Kolonialpolitik Bekanntheit. Er beteiligte sich an der Aufdeckung mehrerer Kolonialskandale.
Er wandelte sich vom Kriegsbefürworter zum Pazifisten, zum Verfechter eines Verständigungsfriedens, zum Demokraten und war an der Weichenstellung vom Deutschen Kaiserreich zur Weimarer Republik beteiligt. Sein Name ist mit dem Waffenstillstandsvertrag von Compiègne und somit mit der deutschen Geschichte verbunden. Mit seiner Unterschrift beendete er die Kampfhandlungen und rettete Deutschland als eine „Einheit in Freiheit".