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I. Lindmeier-Jasch

Friedrich List 1789-1846

bürokratische Missstände erkannt als Verwaltungsbeamter, Gasthörer an der Universität

Friedrich List nahm mehrere Dienststellen an, in denen er bürokratische Missstände kennenlernte und sehr erfolgreich war. Anschließend besuchte er als Gasthörer ohne Abitur die Universität Tübingen, wo er unter anderem die Fächer Zivilprozesswesen, Enzyklopädie der Staatsgelehrtheit, Theorie des Konkursprozesses, Peinliches Recht, Deutsches Privatrecht und Pandekten belegte. Die Studien an der Juristischen Fakultät und die Begegnung mit angesehenen Fachgelehrten waren für den knapp 25-Jährigen eine enorme Bereicherung. Daneben las er Schriften von Montesquieu, Rousseau, Adam Smith und Jean Baptiste Say. Damit erarbeitete er sich wichtige Grundlagen für seine zukünftige Beschäftigung mit aktuellen Fragen des Verwaltungs-, Verfassungs- und Ökonomiewesens. Er stieg zum Volkswirt und Politiker auf. Mit seiner Sulzer-Petition erreichte er für Württemberg die Pressefreiheit, die 1819 nicht oktroyiert war. Nach Rücksprache mit König Wilhelm I. erhielt er eine Professur in der neu errichteten Staatswissenschaftlichen Fakultät in Tübingen.